Mein Berg –

Corona Info

Corona Information – Winter 2021 / 2022

Die neuesten Corona Erlasse vom 23. November 2021 durch die Bayerische Staatsregierung sind – wieder einmal, und wie erwartet – ein Schlag ins Gesicht für Sport, Kultur, Freizeit und Kinder. Zudem findet im Bezug auf neue Lockdowns auch ein absoluter Vertrauensbruch im Hinblick auf alle Geimpften und Genesenen Bürger im Freistaat statt.

Verordnungen, die weder auf Daten und Fakten noch auf gesundem Menschenverstand basieren, werden autoritär und im „Basta“ Prinzip von einem Ministerpräsidenten durchgedrückt, der sich anscheinend im Sommer lieber in Berlin mit seinen persönlichen Kanzlerambitionen beschäftigt hat, als in unserem Bundesland vorausschauende und faktenbasierte Coronapolitik zu betreiben.

Im Einzelnen:

  • 2GPlus für alle Sportstätten, selbst unter freiem Himmel: Voll-geimpfte und genesene Bürger müssen sich selbst für den Sport unter Freiem Himmel jeweils noch vorab testen lassen. Dies hat nichts mit der Infektionswahrscheinlichkeit zu tun. Die Aerosolforschung ist hier in den zwei Jahren Pandemie zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: Es gibt keine Infektionsgefahr beim Sport unter freiem Himmel, schon gar nicht für einen geimpften oder genesenen Sportler. Hier werden bewusst Fakten ignoriert und Verordnungen per Willkür erlassen. Ein Schlag ins Gesicht für alle geimpften und genesenen Bürger (2/3 der Bevölkerung), die sich sportlich im Aussenbereich betätigen wollen. Zudem ist es bei nicht eingezäunten Sportstätten in der Natur auch nicht kontrollierbar. Anstelle die Bürger zu motivieren, soviel wie möglich Freiluftsport zu betreiben anstelle von sich in Innenräumen aufzuhalten, werden sinnlos zusätzliche Hürden aufgestellt.
  • Zeitgleich zu einer 2GPlus Vorschrift, kann der gleiche Bürger „3G“ mit überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstädte oder in das „3G“ Grossraumbüro fahren. In den „Null-G“ Innenstädten und Geschäften kann man sich dann anschliessend zum Weihnachtsshopping treffen…
  • 25% Kapazität der Sportstätten: Zudem, dass Geimpfte und Genesene noch einen zusätzlichen Test benötigen, sollen auch die Sportstätten nur mit 25% Kapazität betrieben werden. Wie genau das aussehen soll, ist natürlich nicht definiert. Nehmen wir doch hier als Beispiel den Geisskopf. 25% von was? Vom „Berg“? Vom Lift? Nur der Lift kann es ja eigentlich nicht sein, da sich auch andere Wintersportler ohne Lift im Gebiet aufhalten. Es handelt sich um keine eingezäunte Sportstätte sondern um Natur. Gehen wir dann vielleicht auf die Hektargrösse des Gebietes und rechnen für jeden Gast 10m2 wie im Handel? Es handelt sich beim Geisskopf um ein Gebiet mit mehreren Hundert Hektar. Ist die Kapazität also entsprechend 100 tausende Leute? Als weiteres Beispiel: Kapazität auf einem Tennisfeld ist 4 Personen (beim Doppel). 25% hiervon ist dann noch eine Person… Ein Fussballfeld mit 22 Spielern. 25% davon? Hier wurde wieder in der Amtsstube in München realitätsfern an Vorschriften gebastelt. Wir gehen davon aus, dass wir eventuell nur extrem wenig Leute transportieren können. In diesem Fall macht oft der Betrieb auch keinen Sinn mehr, da die Kosten jeglichen Ertrag massiv übersteigen. Übrigens: für volle Innenstädte gibt es natürlich keine Kapazitätsbeschränkung …
  • Lockdown für Geimpfte und Genesene: Gegen jede Ankündigung und Versprechung werden wieder komplette flächendeckende Schliessungen verhängt. Selbst in diesen aktuell betroffenen Landkreisen sind 2/3 der Bevölkerung geimpft. Dieses Vorgehen wird auch der Sache insgesamt mehr schaden als nützen. Bürger in den betroffenen Kreisen, die der Impfung aktuell skeptisch gegenüber stehen sehen, dass selbst nach einer Impfung die Bevölkerung trotz aller Versprechungen wieder in den Lockdown verbannt wird. Also quasi „warum überhaupt noch impfen“? Dieser massive Vertrauensbruch von Seiten der Regierung ist unerträglich und wird auf dem Rücken der Mehrheit der Bevölkerung ausgetragen, die die bayerische Regierung bisher in Ihrer Politik unterstützt hat.

Um es kurz zu sagen: Ob, wie, wann, und wo wir einen Winterbetrieb am Geisskopf anbieten können, steht in den Sternen. Lockdown für alle, oder extreme Kapazitätseinschränkungen und Testpflichten selbst für Freiluftsport können den Betrieb unmöglich oder unwirtschaftlich machen. Ob es uns dann nach dem Winter noch gibt leider ebenso. Wir klären die Sachlage und aktualisieren unsere Seite, sobald es etwas neues gibt.

Euer Geisskopf Team

Hier noch ein paar Details zum Thema

Sachstand

  • Durch die 15. BayIfSMV bestehen bis zum 15.12.2021 starke Einschränkungen für die bayerischen Seilbahnunternehmen, darunter die 2G-Plus-Regelung für den Zutritt auch im Aussenbereich.
  • Andere Bereiche des Tourismus, insbesondere Hotellerie und Gastronomie, sind davon ausgenommen. Hier gilt 2G ohne zusätzliche Testung. In der Industrie z.B. im Grossraumbüro gibt es sogar nur 3G.
  • Alle weiteren Ländern im Alpenraum (AT, IT, FR) haben sich für eine 2G-Regelung im Wintersport entschieden. Für die Schweiz gilt keine Beschränkung.
  • Einzelne Bundesländer (NRW, Hessen, Thüringen) haben die Wintersaison bereits eröffnet. Hier gilt 3G(Thüringen) oder 2G (NRW, Hessen).
  • Nach Einschätzung des Deutschen Seilbahnverbands ist ein Betrieb unter „2G-Plus“ weder verhältnismäßig oder geeignet, noch wirtschaftlich und betrieblich darstellbar.
  • Die bayerischen Seilbahn- und Liftbetreiber fordern eine Gleichstellung mit 2G für ihre Betriebe.
  • Statt positiver Anreize für Impfung und Kontrolle zu setzen, drängt die aktuelle Regelung die Menschen in private Aktivitäten mit entsprechend hohem Risiko.

2G indoor aber 2G-Plus outdoor?

  • Für Angebote im Innenraum (z.B. Hotel, Gastro) wird momentan laut 15. BayIfSMV „2G“ gefordert. Möchte der Gast sich jedoch an der frischen Luft bewegen, so benötigt er einen zusätzlichen Test-Nachweis. Dieser Widerspruch ist nicht zu erklären und sorgt für großen Unmut bei Gästen wie Betreibern.
  • Aus dem Corona-Winter 2020 liegen zudem umfangreiche Erfahrungen und Studien zum Wintersport unter Pandemie-Bedingungen (damals noch ohne Impfung und ohne Testpflicht) vor.
  • Unter 2G in Verbindung mit einer strengen Maskenpflicht (FFP2) ist ein Outdoor-Sport daher erst recht sicher möglich. 
  • Auch in geschlossenen, aber gut durchlüfteten Fahrzeugen ist ein Transport der Gäste gut und sicher möglich. Auch hier liegen entsprechende Erfahrungswerte vor.
  • Durch entsprechende Hygienekonzepte können zuletzt einzelne Menschenansammlungen (z.B. an den Zugängen) unterbunden werden. Zudem diese an der frischen Luft und mit Maskenpflicht in jedem Fall nur ein geringes Risiko bergen.

Unkontrollierter Besucherströme und „Massenandrang“

  • Der letzte Lockdown-Winter hat gezeigt, dass sich die Menschen aus den Ballungsräumen trotz geschlossener Infrastruktur und gänzlich unkontrolliert auf den Weg zu den klassischen Winterzielen gemacht haben. Hier kam es z.B. am Spitzingsee oder in Garmisch, zu großem Besucherandrang und Menschenansammlung in Verbindung mit großen Belastungen für Anwohner wie die freie Natur.
  • Der Tagesausflugsverkehr bei geschlossenen Geschäften und Infrastruktur sorgte derweil für großen Unmut und Frust bei der lokalen Bevölkerung, die wirtschaftlich nicht daran partizipieren konnte.
  • Mit 2G und geöffneter Infrastruktur kann der Besucherverkehr dagegen aktiv und sicher gelenkt sowie kanalisiert werden.

Ausweichverkehr und Urlaub in den Nachbarländern

  • Im Winter 2021 werden die Nachbarländer (AT, IT, CH) Wintersport unter 2G aktiv anbieten.
  • Einschränkungen des Reiseverkehrs werden nicht oder nur bedingt möglich sein.
  • Es ist daher weder dem Infektionsschutz noch den heimischen Betrieben geholfen, wenn der Ausflugs- und Urlaubsverkehr der Wintersportler in Massen über die Grenze strömt.

Wintersport unter „2G“ als Motivationsbooster für die Impfung

  • Die Aussicht auf Wintersport war und ist für viele eine starke Motivation für die Impfung.
  • „2G-Plus“ befeuert dagegen die Impfskeptiker und treibt die Menschen in private Aktivitäten mit besonders hohem Infektionsrisiko.